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In der Rubrik Wanderbücher finden Sie eine kleine Auswahl an interessanter Literatur zum Thema Wandern in Franken.

 

Wandervorschlag Juni 2007 Drucken E-Mail
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Rangauwanderung von Roßtal zur Burg Cadolzburg

Roßtal - Weinzierlein - Pleikershof - Cadolzburg

Weglänge: 11,5 km.

Gehzeit:3 1/4 Stunden.

Anfangspunkt: Bahnhof  Roßtal Wegbrücke (nicht Bahnhof Roßtal!) Regionalzughalt im Allgemeinen im 1/2-Stunden-Takt. Bahnstrecke Nürnberg – Ansbach (R 7 im Nürnberger Verkehrsverbund).

Endpunkt: Bahnhof Cadolzburg. Bahnstrecke Cadolzburg – Fürth. ( R 11 im Nürnberger Verkehrsverbund). Samstags, sonn- und feiertags stündlicher Zugtakt, an den übrigen Tagen Züge im Halbstundentakt.

Gelände: Nur ein kurzer etwas steilerer Anstieg, sonst sanftwelliges Gelände. Überwiegend ungeteerte Feld- und Waldwege.

Karte: Wanderkarte Nürnberger Land - Frankenalb des Landesvermessungsamts München Maßstab 1:50 000).

Empfohlene Jahreszeit: Ganzjährig, im Allgemeinen auch im Winter gut möglich.

Sehenswertes:

Roßtal:  Die Kirche und der sie umgebende Bereich sind besonders besuchenswert. Die Kirche stammt aus der Zeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert und birgt im Untergeschoss eine fünfschiffige romanische Hallenkrypta , die bereits im Jahr 955 bestanden hat. Von der Friedhofsbefestigung ist ein Torturm erhalten. Mehrere sehr schöne Fachwerkbauten befinden sich am Rande des Friedhofsbereichs. Auch das alte Brunnenhaus aus dem 17. Jahrhundert ist ein Meisterstück der Zimmermannskunst.

Cadolzburg: Die mächtige Burganlage besteht aus Vorburg und Hauptburg und erstreckt sich auf eine Länge von 150 Metern. Seit 1246 saßen hier die Burggrafen von Nürnberg aus dem Geschlecht der Hohenzollern. Die ursprüngliche Anlage aus dem 12. Jahrhundert wurde im 14. Jahrhundert zerstört und im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut. Auch das Jahr 1945 fügte der Burg schwere Kriegsschäden zu, die zwischenzeitlich großenteils wieder beseitigt wurden.

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Abb. 1: Viel Fachwerk und eine alte Kirche prägen den Ortskern von Roßtal

Die Wanderer aus dem Großraum Nürnberg zieht es im Allgemeinen nach Nordosten in die Fränkische Schweiz, nach Osten in die Hersbrucker Alb und allenfalls noch nach Südosten in die Altdorfer Gegend. Dass auch in westlicher Richtung im sogenanten Rangau nahe bei Nürnberg schöne Ziele zu finden sind, zeigt dieser Tourenvorschlag. Er führt uns durch sanft gewelltes Bauernland, quert den flach geneigten Bibertgrund und führt uns durch ein reizvolles Waldtal mit mehreren kleinen Teichen. Anders als bei manchen Wegen im fränkischen Jura muss man auf dieser Wanderung kaum Berge erklimmen. Wer also nicht so gerne bergauf steigt oder beim Bergabgehen Knieprobleme hat, ist mit dieser kleinen Wanderung gut bedient.

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Abb. 2: Ein Meisterwerk der mittelalterlichen Zimmermannskunst in Roßtal

Neben der freundlichen Landschaft begeistern uns die beiden kulturell hochinteressanten Orte am Anfang und Ende des Ausflugs. Roßtal ist ein sehr alter Ort, was wir an der Krypta der Laurentiuskirche erkennen können. Sie ist das wohl älteste noch existierende Bauwerk Frankens. Mehrere Fachwerkbauten, darunter das noch mittelalterliche Pfarrhaus aus dem 15. Jahrhundert, bilden mit befestigten Friedhof und dem alten Ziehbrunnen ein stimmungsvolles Bauensemble.

Nicht weniger interessant ist Cadolzburg. Wir finden hier ebenfalls einen freundlichen Marktplatz, alte Gassen und Fachwerkhäuser, doch Hauptanziehungspunkt des Ortes ist die alte Hohenzollernburg, in die die Burggrafen von Nürnberg , verdrossen über den ewigen Streit mit der Reichsstadt, im Jahr 1246 ihre Residenz verlegten. Bis zum Jahr 1522 war Cadolzburg die Residenz der Hohenzollern, die dann Ansbach als Regierungssitz wählten. Wer hätte damals ahnen können, dass die Nachfahren der damaligen Cadolzburger Burgherrn  in den Besitz der Mark Brandenburg kommen würden und sie einmal den König von Preußen und sogar den deutschen Kaiser stellen würden.

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Abb. 3: Brunnenhaus in Roßtal

 

Wegbeschreibung

Am Bahnhof Roßtal Wegbrücke laufen wir bei der Bahnüberführung ortseinwärts in der Wegbrückenstraße. Bei einem Linksknick der Straße gehen wir geradeaus in der Schulstraße in Richtung des alten Ortszentrums weiter und erreichen die Kirche und den Friedhof (rechts gelegen).

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Abb. 4: Waldtal bei Weinzierlein

Beim Eingang zum Kirchenbereich steht ein altes Brunnenhaus. Wir folgen hier der ringförmig weiterführenden Schulstraße, die an deiner Fahrschule vorbei führt und uns zum Rathaus (mit WC) hinbringt. Hier sieht man verschiedene Wanderwegzeichen. Nach dem Rathaus steigen wir bei dem Fußgängerschild steil hinunter, zunächst auf einem Fußsteig, dann auf einer kleinen gepflasterten Straße, die zu einer größeren Straße hinführt. Wir gehen hier geradeaus an der Raiffeisenbank vorbei und kommen zu einer großen Straßenkreuzung, an der wir uns rechts halten, einem Straßenwegweiser in Richtung Weitersdorf folgend. Etwa 500 Meter laufen wir an dieser Straße entlang. Wenn die Straße zu steigen beginnt verlassen wir diese nach links. Wir gehen hier allerdings nicht rechtwinklig nach links über den Bach, sondern geradeaus auf einem kleinen Sträßchen, das für den Kfz-verkehr gesperrt ist. Wir sehen unser nun maßgebliches Wanderzeichen „Grüner Strich“ und gehen kurz danach an der Kläranlage vorbei. Bei der ersten Gabelung gleich nach dieser bleiben wir unten im Tal, bei der nächsten folgen wir nicht dem Fußweg nach links sondern bleiben mit der Markierung auf dem ungeteerten Waldsträßchen, das dann bergan zu Häusern (noch immer ein Ortsteil von Roßtal ) hinführt.

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Abb. 5: Waldteich im Weinzierleiner Tal

An den Gärten der Häuser entlang geht es gerade weiter. Dann kommt man in den Wald. Wir folgen hier dem markierten Fußpfad, der sich mehrfach gabelt. Wir achten stets auf unseren „Grünen Strich“. Bergab kommen wir zu einer Wiese, die geradeaus zu alten Eichen hin überquert wird. Bei diesen wird ein Bach überschritten; nun steigen wir im Wald auf einem Pfad bergan, am Schluss kurze Zeit steil.  Oben geht es gerade an der Hangkante weiter. Der Weg ist dann wieder befahrbar. Eine Abzweigung nach links mit Zeichen „23“ bleibt unbeachtet. Auch nach Verlassen des Waldes läuft man geradeaus am Waldrand weiter (hier kann es recht feucht sein). Bei einer Baumreihe führt die Grünstrichmarkierung rechtwinklig nach rechts weg. Wir laufen hier aber geradeaus ohne Markierung weiter und gehen in das nächste Wäldchen hinein. Der Weg wird nun wieder besser und breiter, führt leicht bergab in den Bibertgrund hinunter und geradeaus zu einer Straße hin, auf der wir nach etwa 300 Metern den Ortsbeginn von Weinzierlein erreichen.

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Abb. 6: Es geht auf Pleikershof zu

Bei der Kreuzung am Ortsbeginn halten wir uns links (Straßenwegweiser in Richtung Neuses), biegen aber gleich in die nächste Seitenstraße rechts („ Uferstraße“) ein. Dieser folgen wir geradeaus, bis es am Fluss nicht mehr gerade weitergeht, Hier gehen wir nach rechts zur Staatstraße hin und überqueren dann nach links die Bibert. Neben der Staatsstraße müssen wir (auf einem Grasstreifen) knapp 200 Meter entlanggehen; dann biegen wir rechts in einen breiten Feldweg ein, der die alte Bibertbahntrasse überquert. Bei einem Naturschutzschild wandern wir geradeaus in einem Hohlweg, der zu einer Wiese hinführt. Hier gehen wir gerade auf einem Waldsträßchen im Tal weiter (nicht nach links)und kommen bei mehreren Teichen vorbei. Auch bei einer späteren Gabelung bei einem Biotopschild und einer Fischerhütte links biegen wir nicht nach links ein. Es geht etwas bergauf und aus dem Wald heraus. Mit einer Linskurve führt unser Sträßchen zum dem Gutshof Pleikershof  hin.

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Abb. 7: Marktplatz von Cadolzburg

Dort geht es halbrechts auf befestigtem Sträßchen weiter. Man erreicht einen Wald, der geradeaus durchquert wird (Markierung Blauer Ring). Danach wandern wir - die eingeschlagene Richtung beibehaltend - über Felder bis wir etwa 50 Meter vor einem weiteren Wald und einem Wasserbehälter auf eine Kreuzung stoßen. Hier halten wir uns links und folgen einem befestigten breiten Weg. Unsere Markierung ist jetzt das Rote Andreaskreuz. Man überquert eine Teerstraße, passiert einen alten Wegweiserstein und läuft geradeaus auf die bereits sichtbaren Häuser von Cadolzburg zu.

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Abb. 8: Durchblick zur Burg

In der neuen Wohnbebauung gehen wir geradeaus. Von links kommt die Markierung Blaues Andreaskreuz (die ebenfalls von Roßtal her kommt; unser Weg ist aber der lohnendere! Wem die Wanderung zu kurz erscheint, der kann mit dem Blauen Andreaskreuz nach Roßtal zurückgehen; die Wanderstrecke erhöht sich dann allerdings auf knapp 20 km). Mit einer Rechtskurve laufen wir nun ungefähr in Richtung auf den Aussichtsturm zu (er bleibt links liegen). Nach der katholischen Kirche gelangt man zu einer Vorfahrtsstraße. Hier läuft man geradeaus (leicht links) in der Haffnersgartenstraße bergab. Eine weitere größere Straße wird vor einem Stadttor erreicht und überquert. Wir gehen durch das Stadttor hindurch und am Marktplatz  weiter bergab. Am unteren Ende des Platzes geht es nach rechts weiter (links befindet sich der Eingang zur Burg). Ein kurzes Stück folgen wir der Burgstraße. Wenn diese eine Linkskurve macht marschieren wir geradeaus in der Kraftsteinstraße hinunter, der wir nun längere Zeit (mit einer leichten Rechtskurve) folgen. Sie bringt uns zur stark befahrenen Nürnberger Straße hin, die wir überqueren. Nun laufen wir in der Unteren Bahnhofstraße entlang. Rechts befindet sich ein großes unbebautes Grundstück, nach dessen Ende (vor einem Gewerbegrundstück) wir rechts einbiegen und dann zu den Bahnanlagen gelangen,. Zur Zugabfahrt müssen wir bei der Bushaltestelle noch etwa 150 Meter weit nach links gehen.

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Abb. 9: Eingang zur Burg Cadolzburg

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