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In der Rubrik Wanderbücher finden Sie eine kleine Auswahl an interessanter Literatur zum Thema Wandern in Franken.

 

Wandervorschlag August 2007 Drucken E-Mail
Bewertung: / 8
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Durch die Obstbaumregion am Walberla

Pinzberg Bahnhof - Pinzberg - Elsenberg - Dobenreuth - Schlaifhausen -Wiesenthau

Weglänge: 9,5 km.

Gehzeit: knapp 3 Stunden.

Anfangspunkt: Bahnhof Pinzberg. Bahnstrecke Forchheim – Ebermannstadt (im Nürnberger Verkehrsverbund). Stündlicher Zugtakt. Von Nürnberg und Bamberg her in Forchheim umsteigen (rasche Anschlüsse).
Achtung: Pinzberg ist Bedarfshaltestelle. Haltewunsch den Bahnbediensteten rechtzeitig mitteilen!

Endpunkt: Bahnhof Wiesenthau. Bahnstrecke wie oben angegeben. Jede Stunde eine Regionalbahn nach Forchheim; an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen entfällt ein Zug am frühen Nachmittag.

Gelände: Mehrere kleine Anstiege. Überwiegend offenes Gelände. Fast nur autofreie kleine Wege.

Karte: Wanderkarte Nürnberger Land/Frankenalb 1: 50 000 des Bayerischen Landesvermessungsamts München oder Fritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz Blatt Süd im gleichen Maßstab.

Empfohlene Jahreszeit: Besonders schön im Frühjahr zur Obstbaumblüte (Mitte April bis Mitte Mai) und im Herbst.

Sehenswertes:

Pinzberg: Der Charakter der Kirche als ehemalige Wehrkirche ist noch gut zu erkennen. Im Innern schöne barocke Altäre.

Wiesenthau: Markante Schlossanlage, große Teile stammen aus dem 16.Jahrhundert.

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Abb. 1: Am Anstieg vom Bahnhof zum Ort Pinzberg

Nicht nur die Ersteigung des Walberlagipfels ist eine lohnende Wandertour (vgl. hierzu die Wanderbeschreibungen in den Büchern „Biergartenwanderungen in Franken“ - Nr.6 - und „Wanderungen zu Bierkellern und Biergärten im Bamberger Land“ - Nr.16 -, letztere auch auf dieser Internetseite zu finden), sondern auch die Umgebung des Bergs lädt zu einer kleinen reizvollen Wanderung ein. Die Hänge am Berg, aber auch die Ortsflur der umliegenden Dörfer sind in reichem Maß mit Streuobstpflanzungen geschmückt. Kirschen. Birn- und Äpfelbäume sind dabei, oft in herrlichen alten Exemplaren, gleichermaßen vertreten. Da die Blütezeit der drei Hauptobstarten Frankens nicht genau gleichzeitig verläuft, sondern sich überschneidet, kann man mit einer langen Blütezeit von Mitte April bis weit in den Mai hinein rechnen. Doch ist auch der Herbst, wenn die Bäume Frucht tragen und die Luft oft klar ist, eine lohnende Wanderjahreszeit.

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Abb. 2: In der Kirche in Pinzberg findet man schöne barocke Altäre

Den Doppelgipfel des Walberla bewundern wir bei dieser Wanderung immer wieder als markanten Hintergrund der Szenerie. Von besonderem Reiz sind die Dörfer, die wir besuchen. Das Schloss in Wiesenthau ist ein beeindruckender Auftakt der kleinen Wandertour. In Pinzberg ist besonders die wehrhafte Pfarrkirche wert, besucht zu werden. Sie besitzt eine sehr schöne barocke Ausstattung. Elsenberg und Dobenreuth sind weniger bekannt, doch recht ansehnliche und weitgehend unverbaute Dörfer mit einigen schönen Fachwerkgebäuden. Gute Gaststätten finden wir in größerer Zahl auf der kleinen Wandertour. Am Schluss der Wanderung stoßen wir am Bahnhof Wiesenthau auf eine weitere Gartenwirtschaft, die uns die Zeit bis zur Abfahrt des Zugs angenehm verbringen lässt.

 

Wegbeschreibung

Am Bahnhof Pinzberg (Bedarfshalt!) folgen wir zunächst ein Stück der Straße Richtung Ebermannstadt. Oben sieht man den Ort Pinzberg. Wir überqueren die Straße und laufen an der Straßenkurve bei einem Wasserhaus und einem Verkehrsschild Fußweg nach rechts den Berg hinauf. Auf geteertem Weg kommen wir in Pinzberg bei einem alten Brunnen zur Dorfstraße. Hier halten wir uns links (zum Besuch der Kirche müssen wir ein Stück weit nach rechts laufen). Der Dorfstraße folgen wir bis diese bergab zu gehen beginnt. Hier biegen wir rechts in die Eichenwaldstraße ein. Die kleine Wohnstraße bringt uns zum Wald, in dem wir geradeaus bergab wandern. Unten erreichen wir eine Teerstraße, die uns nach rechts zum Ortsbeginn von Elsenberg hinbringt.

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Abb. 3: Birnbäume überwölben den Wanderweg bei Elsenberg

Wir überqueren einen Bach und steigen im Ort leicht bergan, bis wir in der Ortsmitte nahe einem Kirchlein eine Straßenkreuzung erreichen. Hier ergeben sich zwei Möglichkeiten für den Weiterweg nach Dobenreuth. Die einfachere ist die, an der Kreuzung, dem Schild nach Dobenreuth folgend nach links einzubiegen und auf dem kleinen Sträßchen bis nach Dobenreuth zu laufen, das man zuletzt auf einer geteerten größeren Straße erreicht.

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Abb. 4: Offenes Wiesengelände hinter Elsenberg

Etwas weiter, aber landschaftlich reizvoller, doch etwas schwieriger zu finden ist folgender Weg: Man geht an der erwähnten Kreuzung im Dorf geradeaus bergauf in Richtung Gaiganz. Oben auf der Höhe biegt man – auf der rechten Seite befindet sich ein Obstgarten – links in einen Feldweg mit alten Obstbäumen ein,, der uns zu einer Bildsäule und dann zu einer Waldecke hinbringt. Wir folgen hier dem Weg nach links am Waldrand und erreichen bald einen Leitungsmast und biegen hier rechtwinklig vom Wald weg nach links in eine kaum erkennbare Wegspur (Gras) ein, auf der wir zu einem Obstgarten gelangen. Gerade weiter kommen wir zu einem befestigten breiten Erdweg. Auf diesem gehen wir nach links mit schöner Aussicht weiter und kommen bergab zu einer Autostraße, die uns nach links nach Dobenreuth hinführt.

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Abb. 5: Alte Bildsäule am Wegesrand

Wir durchqueren den Ort auf der Straße bis zum Ortsende. Hier biegen wir rechts ein (Wegweiser zum Flugplatz). Gleich folgt eine Gabelung, hier laufen wir rechts (Straße „Wachberg“). Ein Stück weit nach dem Ort kommen wir bei einem Vereinsheim der Flieger von Forchheim zur nächsten Weggabel. Hier halten wir uns links, gehen an Campingwagen vorbei und dann bergab in einen Bachgrund hinunter, der überquert wird. Nach diesem geht es leicht nach links bergauf.. Bei einer Ruhebank wird Schlaifhausen erreicht.

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Abb. 6: Obstbäume unterhalb des Walberla

Hier gehen wir nach rechts bis zur Autostraße, der wir für etwa 80 Meter folgen. Sodann biegen wir links in die „Dorfstraße“ ein. Dieser folgen wir ansteigend bis zum Gasthaus Kroder und zur Kirche. Direkt vor der Kirche biegen wir nach links ab (Wegweiser zum Walberla). An einer Rechtskurve der Wohnstraße kurz vor dem Ortsende folgen wir nicht mehr der geteerten Straße, sondern gehen geradeaus auf einem 2 bis 3 Meter breiten befestigten Weg. Auf diesem (er verläuft weitgehend eben) bleiben wir für etwa 1 km. In Höhe des Sattels zwischen den beiden Walberlagipfeln sehen wir links einen Feldweg bergab gehen. Diesem folgen wir nach links ins Tal hinunter. Nach einem kurzen Stück bergauf erreichen wir Wiesenthau. Durch die Ehrenbürgstraße kommen wir zu einer Voirfahrtsstraße. Wir halten uns hier links. Vor der Kirche gehen wir nach rechts hinunter, kommen nach einer Rechtskurve zum Dorfteich und folgen der Wohnstraße, die uns zur stark befahrenen Staatsstraße hinbringt. Nach links erreichen wir dann mit wenigen Schritten das Gasthaus zur Eisenbahn und auf der anderen Straßenseite den Bahnhof.

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Abb. 7: Gänseblümchen und Löwenzahn färben die Wiesen bei Wiesenthau

 


Einkehr bei der Wanderung im Walberlagebiet

Auf der Wanderstrecke findet man mehrfach gute Einkehrmöglichkeit. In Pinzberg wird der Gasthof Schrüfer wegen seiner gutem Karpfengerichte gerühmt. In Schlaifhausen hat man die Auswahl unter drei guten Gaststätten, bei zweien von diesen kann man auch im Freien sitzen. Am Bahnhof Wiesenthau erreichen wir die Gaststätte Zur Eisenbahn mit einem schattigen Biergarten (Buttenheimer Löwenbräubier; Montag Ruhetag)

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Abb. 8: Schloss Wiesenthau

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