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In der Rubrik Wanderbücher finden Sie eine kleine Auswahl an interessanter Literatur zum Thema Wandern in Franken.

 

Wandervorschlag Oktober 2007 Drucken E-Mail
Bewertung: / 7
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Bergauf und bergab im Schnaittacher Land

Schnaittach - Siegersdorf - Oberkrumbach – Weißenbach - Kersbach – Schnaittach (alternativ Rückweg auch nach Reichenschwand)

Weglänge: 12 km

Gehzeit: 3,5 bis 4 Stunden

Anfangspunkt: Bahnhof Schnaittach. Bahnstrecke 891.3 (bzw. R. 31 im Verbundfahrplan des Nürnberger Verkehrsverbunds) Nürnberg - Simmelsdorf-Hüttenbach.

An Samstagen, Sonn- und Feiertagen Züge im Zweistundentakt mit Umsteigen in Neunkirchen am Sand. An den übrigen Tagen stündlich eine Regionalbahn ohne Umsteigen.

Endpunkt: Wie Anfangspunkt.

Bei der Alternative Bahnhof Reichenschwand. Linie R 3 im Nürnberger Verkehrsverbund). Jede Stunde eine Regionalbahn nach Nürnberg.

Gelände: Das mehrfache Auf und Ab (zusammen 400 m Anstieg) erfordert etwas Kondition. Überwiegend offenes Gelände. Die Wege sind überwiegend unbefestigt.

Karte: Wanderkarte Nürnberger Land/Frankenalb 1: 50 000 des Bayerischen Landesvermessungsamts München oder Fritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz Blatt Süd im gleichen Maßstab.

Empfohlene Jahreszeit: Besonders schön im zeitigen Frühjahr und im späten Herbst.

Sehenswertes:

Schnaittach: Die katholische Pfarrkirche besitzt einen Turm mit Scharwachttürmchen und einen gotischen Chor aus dem 14. Jahrhundert. Das Langhaus wurde 1933 neu gebaut. Schnaittach war seit dem späten Mittelalter eine bedeutende jüdische Gemeinde. Die ehemalige Synagoge von 1570 ist heute Museum (geöffnet samstags und sonntags von 11- 17 Uhr). Auf dem Berg bedeutende Festungsruine.

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Abb. 1: Rückblick vom Rothen Berg nach Schnaittach

Mit nur wenigen Minuten Zugfahrt erreicht man von Nürnberg aus das alte Städtchen Schnaittach. Wir befinden uns hier am Rand der Fränkischen Alb, die mit der Festung Rothenberg steil über dem Ort aufragt. In mehrfachem Auf und Ab führt uns unsere Wanderung durch Schnaittacher Obstbaumgelände, am Bergkegel des Rothenberg entlang und durch reizvolle Täler nach Oberkrumbach, das mit zahlreichen Fachwerkhäusern und seiner hübschen Tallage zu den schönsten Dörfern der Alb zu rechnen ist. Am Wochenende kann man hier recht solide fränkisch essen.

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Abb. 2: Wegkreuz unterhalb der Ruine Rothenberg

Für den Rückweg ergeben sich mehrere Möglichkeiten. Sowohl auf dem Weg nach Schnaittach zurück wie auch auf der Strecke nach Reichenschwand überqueren wie die mit Buschreihen geschmückte Albhochfläche und passieren herrliche Buchenwälder. Am Weg nach Schnaittach kommen wir auch an zwei sehr schönen Biergärten vorbei. Diese helfen uns die eventuell überschüssige Zeit bis zur Abfahrt des Zugs angenehm zu überbrücken (am Wochenende fährt das Bähnchen nur alle zwei Stunden!). An der Route nach Reichenschwand liegt der Leuzenberger Biergarten, der ebenfalls hübsch ist, aber leider kein Landbier, sondern nur ein Großbrauerbier aus Erlangen anbietet. Die beiden Wegstrecken sind ungefähr gleich weit.

 

Wegbeschreibung

Am Bahnhof Schnaittach laufen wir nach rechts auf einer Wohnstraße parallel zur Bahnlinie. Verschiedene Markierungen („Roter Strich“, „Blauer Strich““ und „Rotes Andreaskreuz“) begleiten uns. Nach ungefähr 150 m geht es auf einem Übergang für Fußgänger über das Gleis und dann in der Bergstraße mit den genannten Markierungen den Berg hinauf. Ein informativer Obstlehrpfad begleitet unseren Weg. Bei einer Gabelung der markierten Wege kurz vor dem Berggasthof Rothenberg laufen wir auf dem steilen Pfad links, zuletzt mit Treppen, zum Gasthaus hin.

Unser nächster Zielort ist das Dorf Siegersdorf. Zur Festungsruine Rothenberg müssen wir nicht hinaufsteigen (Besichtigung nur mit Führung). Wir gehen deshalb beim Gasthaus nach links auf der kleinen Straße weiter, die eben oberhalb eines Skilifts entlang geht. Das Sträßchen erreicht einen Wanderparkplatz mit Kruzifix und hier eine breitere Teerstraße. Wir folgen kurz der leicht bergab gehenden Straße (Richtung Rabenshof), die mit dem „Roten Punkt“ markiert ist. Um die Teerstraße zu vermeiden, biegen wir bereits nach 60 m rechts in einen unmarkierten Feldweg ein, der bergab am Wald entlangführt und dann mit einer Linkskurve zu Kopfweiden in den Bachgrund hinuntergeht. Wir folgen dem Weg in dem Bachtal und gelangen wieder zu einer Straße. An dieser gehen wir geradeaus weiter bergab. Die Markierung „Roter Punkt“ ist wieder vorhanden. Wir kommen zu einer Straßenkreuzung. An dieser folgen wir der Straße nach links, die mit einer Kurve in den Ort Siegersdorf hineinführt.

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Abb. 3:  Im Abstieg nähern wir uns Oberkrumbach

Im Dorf gehen wir bei einer Kreuzung geradeaus und laufen am Gasthaus und der Kapelle vorbei. Leicht bergab kommen wir zu den letzten Häusern des Dorfs, wo wir mit unserer Markierung „Roter Punkt“ nach links einschwenken müssen. In einem schönen kleinen Tal steigen wir nun bergauf. Der Weg ist gut markiert. Oben geht es dann wieder in ein Waldstück hinein. Hier haben wir einen hübschen Rückblick zum Rothenberg. Eine ungeteerte Waldstraße wird erreicht, der wir nach rechts folgen. Unser Weg schwenkt später nach links und erreicht eine kleine Teerstraße. Diese wird geradeaus überquert. Unser Zeichen ist weiter der „Rote Punkt“. Durch Laubwald geht es dann schräg den Hang hinunter. Rechts führt ein direkter Abstiegsweg nach Oberkrumbach. Wir bleiben aber auf dem markierten Weg, der dann ein Teersträßchen erreicht, das nach rechts mit Kurven nach Oberkrumbach hinunterführt. An der Kirche vorbei laufen wir auf der Ortsstraße bergab, an einem ersten Gasthaus („Schwarzes Moor“) und dann an einem Brunnen vorbei auf das Gasthaus Gottschalk zu.

Wir folgen der Straße und biegen 60 Meter nach dem Gasthaus rechts mit der Markierung Roter Punkt in ein bergauf führendes Sträßchen ein. Ein Wegweiser zeigt unter anderem nach Leuzenberg und Oberweißenbach. Kurz bevor man wieder zur Jurahöhe hinaufkommt zweigt links der Rote Punkt ab. Wir bleiben auf dem Teersträßchen. Nach dem letzten Hanganstieg stoßen wir auf einen breiten Weg, der mit dem „Gelben Kreuz“ gekennzeichnet ist. Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir nach Leuzenberg und Reichenschwand gehen wollen oder über Kersbach nach Schnaittach zurück.

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Abb. 4: Oberkrumbach besitzt viele schöne Fachwerkgebäude

Für den Weg nach Kersbach und Schnaittach folgen wie nach dem Anstieg weiter dem Teersträßchen, das zunächst nach rechts kurvt. Bald wird eine Gabelung erreicht. Hier halten wir uns links und überqueren die Albhochfläche. An der Hangkante auf der anderen Seite der Hochfläche wird der Wald wieder erreicht (hier wäre nach rechts ein Abstecher zum Glatzenstein möglich). Auf dem Sträßchen laufen wir nach Weißenbach hinunter. Unterhalb vom Gasthaus Glatzenstein steht an der Straße ein Milchhaus. Hier gehen wir rechts mit der Markierung Grüner Punkt auf einem Fußpfad bergab und erreichen wieder eine kleine Straße, die uns nach Kersbach bringt. Wir folgen geradeaus der Dorfstraße, die uns zum Gasthof „Zur Linde“ hinführt. Von dort gehen wir ein paar Meter auf dem Weg, auf dem wir ankamen, zurück und biegen dann links (von Oberweißenbach kommend rechts) ein. Die Markierung grüner Punkt weist uns weiterhin den Weg. Wir wandern nun auf einem kleinen Sträßchen an einem Teich mit Rastplatz vorbei immer geradeaus bis nach Schnaittach, wo wir beim Bahnhof herauskommen.

Für den Weg nach Leuzenberg und Reichenschwand laufen wir an der oben genannten Stelle auf dem breiten Weg mit einer der Gelbkreuz-Markierung nach links. Nach etwa 400 Metern sehen wir rechts im Feld eine Scheune mir rotem Dach stehen. Hier biegen wir rechts in einen Feldweg ein, laufen links an der Scheune vorbei und stoßen dann bei Bäumen auf einen Querweg. Hier wenden wir uns nach links. Ein Zeichen PP begleitet uns. Der Feldweg bringt uns zum Buchenwald und dort zu einem breiteren Weg an der Hangkante hin. Wir sehen hier die Markierung Rotstrich und halten uns (halb)rechts. Bald danach sehen wir einen Wegweiser zum Gasthaus Leuzenberger Hof. Der Rotstrichweg verlässt uns nach rechts, wir folgen dem breiten Erdweg halblinks, der nun bergab führt. Weiter unten macht das Sträßchen eine scharf Linkskurve, ist dann geteert und bringt uns nach Leuzenberg hinunter. Im Dorf geht es nach rechts weiter, auf der Dorfstraße erreichen wir das Gasthaus Leuzenberger Hof.

Wir laufen auf der Dorfstraße etwa 200 Meter weiter und biegen dann rechts in die Straße „Katzenbühl“ ein. Bei den letzten Häusern befindet sich rechts ein Teich und links ein Trafohaus. Hier biegen wir links in einen zunächst breiten, dann schmäler werdenden Feldweg ein. Dieser bringt uns zu einem Wäldchen hin, in dem von links ein Weg mit einer Grünstrich-Markierung hinzukommt. Nach dem kleinen Wäldchen gabelt sich der Weg. Der linke Weg führt über Oberdorf zum Bahnhof, Reichenschwand, wir folgen aber dem schöneren rechten Weg (geradeaus), der über einen Wiesenbuckel hinweg uns bei neuen Häusern zu einer Wohnstraße hinbringt. An dieser laufen wir ein Stück nach links und ´biegen dann rechts in einen Fußweg ein, der uns zu großen Bäumen und zum Bahnhof Reichenschwand (Fahrtrichtung nach Nürnberg) hinbringt.

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Abb. 5: Biergarten in Leuzenberg

 
 

Einkehr bei der Wanderung in der Schnaittacher Alb

Die durchwanderte Region ist reich an schönen Einkehrmöglichkeiten, überwiegend besitzen diese auch angenehme Biergärten.

Eine erste Möglichkeit zu rasten haben wir bereits nach dem ersten Anstieg beim Berggasthof Rothenberg (täglich ab 9 Uhr geöffnet, Donnerstag Ruhetag). Ein Biergarten ist hier ebenso vorhanden wie beim Gasthaus Gottschalk in Oberkrumbach. Mittags ist hier nur am Wochenende geöffnet. Die sehr solide Küche bietet am Sonntag vor allem Bratengerichte an.

Am Rückweg nach Schnaittach stoßen wir in Weißenbach auf den Gasthof Zum Glatzenstein. Im aussichtsreichen Biergarten gibt es Brotzeiten aus eigener Schlachtung, am Freitag Schlachtschüssel, am Sonntag Braten. Nur montags und dienstags ist zu Mittag geschlossen. Bald danach erreicht man in Kersbach das Gasthaus zur Linde. Mittags hat man hier an Freitagen, Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen offen. Eine mehrere hundert Jahre alte Linde spendet Schatten. Wolfshöher Bier.

Bei dem Alternativrückweg über Leuzenberg kann man dort im Leuzenberger Hof einkehren. Im ruhigen Garten sitzt man auch an nicht so warmen aber sonnigen Tagen recht angenehm. Gute Brotzeiten, am Sonntag Braten, z.B. Schäuferle. Bier von Kitzmann Erlangen Außer am Dienstag ist täglich durchgehend geöffnet.

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